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Biologie

Twix und Bounty - oder eine typische große Pause in der Biologie

Wer nach dem Lesen der Überschrift der Annahme ist, Twix und Bounty seien zwei bei den Biologen allseits beliebte Pausensnacks, der irrt, und die Beliebtheit ist auch zweifelhaft - manchmal jedenfalls. Denn Twix und Bounty sind genauso wie Krümel und Speedy zwei ganz knuffige Wüstenrennmäuse, die seit geraumer Zeit zwei luxuriöse Gehege in einem Raum der Biosammlung bewohnen.

Aber was haben diese Mäuse nun mit der Biologenpause zu tun?

Nach dem Läuten zur ersten großen Pause trudeln die gerade nicht zur Aufsicht verpflichteten Biologen in der gemütlichen Kaffeeecke ein, um bei einer leckeren Tasse Kaffee tiefgründige Gespräche zu führen. Noch bevor der erste Schluck getrunken wird, ertönt ein heftiges Klopfen an der Tür. Hastig greift jemand nach seinem Schlüsselbund, denn das Klopfen wird ungeduldiger und lauter. Vor der Tür stehen die „Mäuse-Mädchen" Hannah und Caro. Sie benötigen den Schlüssel um in den Sammlungsraum zu gelangen, in dem Twix und Bounty die zu erwartenden Leckereien herbeisehnen. Es dauert nicht lange - der Schlüssel ist gerade wieder zurückgebracht worden, man hat sich gerade wieder gesetzt und nach der Tasse gegriffen - da klopft es erneut. Dieses Mal sind es Kinder aus der 5a, die sich abwechselnd um die Klassenmäuse Speedy und Krümel kümmern und - natürlich den Schlüssel benötigen.

So, die Mäuse sind versorgt, jetzt können wir endlich den Rest unserer wohl verdienten Pause genießen. -- Denken Sie! Denn die Biologie hat noch mehr Tiere zu bieten, um die sich Schüler natürlich in der großen Pause kümmern und, da diese Tiere selbstverständlich nicht für jedermann zugänglich sind, den Schlüssel benötigen.

Also, beim nächsten Klopfen sind es die „Stabheuschrecken - Versorgerinnen". In einem Unterrichtsraum stehen zwei große Terrarien mit Stabheuschrecken, die namentlich nicht genannt werden wollen - es wären auch viel zu viele, denn dank der guten Pflege der dafür zuständigen Schülerinnen und der leckeren Brombeerblätter vermehren sie sich ohne Ende. Leider büxen beim Füttern manchmal welche aus und stolzieren durch den Unterrichtsraum, zum Glück sind es immer die winzigen Jungtiere, was bei einigen, vor allem älteren, Schülerinnen immer wieder ein „Iiiiiiiiiih - Was ist das denn -Wie eklig!" zur Folge hat.

Die Pause nähert sich ihrem Ende, jetzt fehlen noch die eigentlichen Stars der Sammlung, die für jedermann sichtbar in einem großen abgeschlossenen Terrarium im Forum stehen. Es sind Gecko und Geckine, unsere Wüstenstachelleguane, die inzwischen zu wahren Prachtexemplaren herangewachsen und so zahm sind, dass sie aus der Hand fressen. Gefüttert werden diese Leckermäuler mit Heimchen und Mehlwürmern, die in der Biosammlung stehen und die natürlich auch in der großen Pause von den Betreuerinnen Clara und Elisa geholt werden müssen.

Die Tiere sind versorgt - und die Kollegen? Der Kaffee im Becher ist inzwischen kalt, aber es gibt ja noch eine große Pause --- allerdings habe ich Ihnen noch nicht unsere Zebrafinken in der Voliere im Innenhof, unsere Fische in den Aquarien und die vielen Tiere im Teich vorgestellt. Auch die müssen natürlich gefüttert werden --- aber es gibt ja noch eine große Pause.

Und was geschieht mit den vielen Tieren in den Ferien? - Nun, die Mäuse werden von den Betreuerinnen mit nach Hause genommen und für den Rest bin ich zuständig, unterstützt von einer netten Kollegin .

Angelika Bednarek